Der Königssee
Mit dem Boot in den Nationalpark Berchtesgaden- Heute geöffnet
- Schönau a. Königssee
Die mächtigen Felsen der Berchtesgadener Alpen fallen fast senkrecht zum Ufer des Königssees hinab, der an seiner tiefsten Stelle 192 Meter misst. Wer die beeindruckende Naturkulisse rund um den bekanntesten Gebirgssee Bayerns entdecken möchte, muss das Boot nehmen – und wird das Echo hören.
Der Königssee: Beliebtes Ausflugsziel in Berchtesgaden
Geräuschlos gleitest Du mit einem Elektroboot der Königssee-Schifffahrt über den fjordartigen See. Smaragdgrünes Wasser glitzert in der Sonne, der Himmel leuchtet blau-weiß und das Trompeten-Echo hallt eindrucksvoll zwischen den steilen Felswänden wider. Umgeben von den Bergen des einzigen Alpen-Nationalparks und der mächtigen Kulisse der Watzmann-Ostwand erlebst Du die Schifffahrt im Sommer wie im Winter als unvergessliches Naturerlebnis.
Den Königssee kannst Du nur mit dem Schiff entdecken. Die steilen Felswände fallen bis ans Ufer hinab, sodass es rund um den See weder Straßen noch Fuß- oder Radwege gibt.
Es gibt viel zu sehen und zu erleben: Die erste Haltestelle St. Bartholomä erreichst Du nach etwa 35 Minuten. Hier lohnt sich ein Besuch der weltbekannten barocken Wallfahrtskirche sowie eine gemütliche Einkehr in der historischen Gaststätte. Frisch geräucherte Fische gibt's gleich nebenan beim Fischer vom Königssee.
Ein leichter, abwechslungsreicher Rundwanderweg führt Dich in etwa 45 Minuten durch den Wald und über den Eisbach zurück zur Anlegestelle. Je nach Jahreszeit bietet sich von der Haltestelle St. Bartholomä auch eine Wanderung zur ehemaligen Eiskapelle an, dem tiefsten Schneefeld der Deutschen Alpen am Fuße der Watzmann-Ostwand. Die Gehzeit zur - mittlerweile leider eingestürzten - Eiskapelle beträgt etwa zweieinhalb Stunden für Hin- und Rückweg.
Salet, die zweite Haltestelle am Königssee, wird nur von Ostern bis Mitte Oktober angefahren und ist von St. Bartholomä aus in weiteren 20 Minuten erreichbar. Von hier gelangst Du in etwa zehn Minuten zum idyllisch gelegenen Obersee und nach einer weiteren Stunde zur malerisch gelegenen Fischunkelalm am Ende des Obersees. Hier genießt Du in den Sommermonaten erfrischende Getränke und kleine Brotzeiten.
Wenn Du noch Kondition hast, wanderst Du etwa 30 Minuten weiter bis zum Röthbach-Wasserfall, dem mit 380 Metern Fallhöhe höchsten Wasserfall Deutschlands. Auf dem Rückweg zum Steg kannst Du Dich zum Abschluss stärken – entweder auf der traditionell von zwei Bauern bewirtschafteten Saletalm oder in der Gaststätte Salet.
Die Haltestellen St. Bartholomä und Salet sowie die Bedarfshaltestelle Kessel sind Ausgangspunkte für anspruchsvolle Bergtouren in die Berchtesgadener Alpen, beispielsweise zur Gotzenalm, zur Wasseralm, zum Kühroint oder über den ausgesetzten Rinnkendlsteig zum Watzmannhaus sowie für Touren ins Steinerne Meer. Aufgrund der Länge sind einige Touren nur mit einer Übernachtung in einer Berghütte möglich.
Da der Königssee mitten im Nationalpark liegt, ist dort – abgesehen vom Schwimmen – jeglicher Wassersport verboten. Im Sommer kannst Du bei der Schifffahrt Ruderboote ausleihen.